Bibliomed online: Great Place to Work®Institute kürt beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2010
Das Forschungs- und Beratungsunternehmen Great Place to Work®Institute hat heute die Top 25 der Liste “Beste Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2010” veröffentlicht. In den Kategorien der Organisationen mit 20 bis 250, 251 bis 1.000 und über 1.000 Mitarbeitern führen das Seniorenwohnheim Löffler, das Unternehmen domino-world und der Caritasverband Olpe angeführt. Die 100 besten Arbeitgeber werden am 24. Februar in einer feierlichen Prämierungsgala im Berliner Hotel „The Ritz-Carlton“ ausgezeichnet.Das Great Place to Work® Institute Europe ist die europäische Niederlassung des Unternehmens mit Stammsitz in den USA und für die die jährliche Erstellung der Liste der besten Arbeitgeber in Europa verantwortlich. Hauptkriterium der Analyse sind das Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Management.
In diesem Jahr sind die Top 3 der Organisationen mit 20 bis 25 Mitarbeiter das Seniorenwohnheim Löffler, das Diakonische Sozialzentrum Rehau und die Caritas Wohn- und Pflegegemeinschaft Seniorenheim St. Josef.
Die Top 3 der Organisationen mit 251 bis 1.000 Mitarbeitern sind domino-worldTM, Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke GmbH und die Stiftung Daikonie-Sozialwerk Lausitz.
Die Top 3 der Organisationen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sind der Caritasverband Olpe, die CBT Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH und das sowie die Clemenshospital GmbH.
Düsseldorf – Ärzte bevorzugen bei Existenzgründungen die Übernahme von Einzelpraxen. Das geht aus einer Studie der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) hervor. Demnach war die Einzelpraxisübernahme im Analysejahr 2007/2008 mit 47 Prozent in den alten und 55 Prozent in den neuen Bundesländern die häufigste Niederlassungsform.
Laut Studie mussten Existenzgründer in den alten Bundesländern für die Übernahme einer hausärztlichen Einzelpraxis durchschnittlich 163.000 Euro aufwenden. Für eine Einzelpraxisneugründung lag der Betrag bei 130.000 Euro und für die Überführung einer Einzel- in eine Gemeinschaftspraxis bei 122.000 Euro.
Informationsquelle für mündige Patienten oder Ärzte am Pranger? Bewertungsportale, in denen Patienten anonym Ärzte benoten können, sind umstritten. Können die Angebote wirklich helfen, einen guten Arzt zu finden?
Weil er einen Patienten nicht krankschreiben wollte, gab es für Dr. Christian Maxeiner eines Morgens eine böse Überraschung. Der wütende Patient hatte ihm eine Portion Pommes mit Ketchup und Majo an sein Praxisschild geschmiert. Das war vor zwölf Jahren. Heute könnte der Patient seinen Unmut digital verbreiten – abrufbar in aller Welt. So wie Lehrer, Krankenhäuser und Hotels bewertet werden, können Patienten auch Ärzte öffentlich loben und kritisieren. Für die einen ein Weg zu mehr Transparenz, für andere ein digitaler Ärztepranger. „DocInsider“, „CheckTheDoc“, „Healthpool“, „Topmedic“ oder „Imedo“ heißen die Bewertungsportale im Internet. Patienten können Punkte oder Noten geben – für die Wartezeiten, die Beratung, das Vertrauensverhältnis, die Praxisorganisation oder die fachliche Kompetenz.
„Ich fand diese Ärztin unmöglich“, schreibt zum Beispiel ein Patient über eine Hautärztin aus NRW. Sie habe die Entfernung eines Muttermals „mehr als schlampig durchgeführt“. Der Patient genießt dabei den Schutz der Anonymität – die Ärztin nicht. Eine Gratwanderung zwischen Meinungsfreiheit und Rufschädigung. Deshalb warnt der Hamburger Rechtsanwalt Philipp von Mettenheim vor allzu emotionalen Einträgen: „Das ist eine Quelle für eine massive Schädigung des betroffenen Arztes, zum Beispiel durch Patientenschwund. Letztlich ist der Verfasser rechtlich für seinen Eintrag verantwortlich – und könnte auch auf Schadenersatz verklagt werden.“
Wie finde ich den besten Arzt?
Beleidigungen dürfen nicht sein, Meinungsäußerungen schon, sagt deshalb der Gründer und Geschäftsführer von „DocInsider“, Ingo Horak. Für ihn geht es „um bessere Match-Chancen“ des Patienten: „Die zentrale Frage für jeden ist doch: Wie finde ich den besten Arzt? Und bisher bekommt der Patient dazu fast überhaupt keine Information.“ „Es gibt gute Ärzte und schlechte Ärzte“, meint auch Healthpool- und Securvita-Gründer Thomas Martens. Das will er öffentlich machen. „Die guten Ärzte wird das Feedback freuen.“ Er glaubt, dass damit die Rollen im Gesundheitswesen neu verteilt werden. Auch Prof. Frank Ückert, Leiter des Instituts für Medizinische Informatik der Universität Münster, ist sicher: „Es geht nicht um das ,Ob’. Es geht um das ,Wie’.“
Um das „Wie“ geht es auch der AOK. Der Krankenkassen-Marktführer mit knapp 24 Millionen Versicherten will im ersten Quartal 2010 seinen geplanten „Arzt-Navigator“ offiziell vorstellen, das Portal soll im zweiten Quartal 2010 in zwei oder drei Pilot-Regionen starten. „Wir wollen einen hohen wissenschaftlichen Standard“, sagt Kai Kolpatzik, Leiter Abteilung Prävention beim AOK Bundesverband. Deshalb arbeite man mit der Bertelsmann-Stiftung zusammen, die bereits den Krankenhaus-Führer „Weiße Liste“ entwickelt hat. Nach der Entwicklungsphase werde die AOK den Arzt-Navigator für alle Krankenkassen öffnen. … weiterlesen
Ärztezeitung online, 05.01.2010:BERLIN (reh). Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben einen gemeinsamen Katalog mit Qualitätsanforderungen für Arztbewertungsportale herausgegeben. Dieser soll sich sowohl an Anbieter als auch Nutzer von Bewertungsportalen richten.
Die Bewertungsportale, die sich in den vergangenen Jahren im Internet etabliert haben, unterscheiden sich qualitativ stark voneinander. So die Meinung von BÄK und KBV. Dabei nehme die Bedeutung der Bewertungsportale im Gesundheitswesen zu. Daher brauche es “allgemein gültige Qualitätsstandards für die Online-Bewertung von Ärzten und Krankenhäusern”.
Um dem gerecht zu werden, haben BÄK und KBV noch im vergangenen Jahr durch einen Expertenkreis des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) einen Katalog von Qualitätsanforderungen für Arztbewertungsportale erarbeiten lassen. Die Qualitätsanforderungen sollen sich auf rechtliche – hier besonders datenschutzrechtliche – inhaltliche und technische Aspekte beziehen sowie auf Fragen der Verständlichkeit, Transparenz und Pflichten des Herausgebers. … weiterlesen
Berlin – Der KTQ-Award 2009 ist heute auf dem 9. Forum der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ) in Berlin verliehen worden. Er ging an die Ammerland-Klinik in Westerstede und das Wirbelsäulenzentrum Marburg. Ihnen sei hervorragend geglückt, das diesjährige Award-Thema „externe Kooperationen“ zum Wohl ihrer Patienten mit Leben zu füllen, erklärte KTQ-Geschäftsführerin Gesine Dannenmeier.
Im September dieses Jahres wurde das tausendste KTQ-Zertifikat vergeben. Bislang haben sich 532 Krankenhäuser, 53 Praxen, 32 Reha- und 27 Pflegeeinrichtungen zertifizieren lassen, einige von ihnen mehrfach.
Einbindung in die Ausbildung, sektorübergreifende Transparenz und ergebnisorientierte Indikatoren – dies sind nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung die am dringlichsten zu lösenden Probleme, um Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung zu etablieren. Vorgestellt wurde die Studie während des Symposiums „Qualität im Fokus“ der Stiftung Praxissiegel. Grundlage war eine Befragung bei Ärzten, Patienten, Politikern sowie bei Vertretern der Selbstverwaltung und der Industrie. Die Themen seien zwar schon lange bekannt und diskutiert worden, räumte Prof. Dr. med. Max Geraedts, Leiter des Instituts für Gesundheitswissenschaften der Universität Witten/Herdecke und Autor der Studie, ein. „Angesichts des gewählten Ansatzes waren konkretere Lösungsansätze aber auch nicht zu erwarten.“
Eine Anlayse der Uni Erlangen-Nürnberg auf Grundlage der “Checkliste Gute Arztpraxis”.
Im Rahmen einer Untersuchung am Lehrstuhl für Gesundheitsmanagement der Uni Erlangen-Nürnberg wurde die Qualität von 5 Arzt-Bewertungs-Portalen analysiert. Dabei wurde auf der Grundlage der “Checkliste Gute Arztpraxis” des ÄZQ untersucht, ob die Portale geeignet sind, eine gute Arztpraxis identifizieren zu können.
Ergebnisse: Die definierten Qualitätsparameter einer guten Arztpraxis wurden von den untersuchten Portalen in sehr unterschiedlicher Weise berücksichtigt: u. zw. zwischen 9 und 46 %. Maßnahmen zur Missbrauchsverhinderung wurden als nicht ausreichend angesehen. Nach Einschätzung der Autoren (Emmerich et al.) sind die bisher existierenden Arztportale nur eingeschränkt in der Lage, Hilfestellung zur Identifikation einer guten Arztpraxis zu liefern. … mehr
Arztserien wecken bei Patienten besondere Erwartungen und Ängste. Mit dem Zusammenhang zwischen Fernsehen und Wirklichkeit beschäftigt sich jetzt eine Studie. Das Fazit: Visiten im TV sollten als Vorbild dienen
Ob es nicht möglich sei, die anderen schon einmal aus dem Krankenzimmer zu schicken, fragte die Patientin den Oberarzt. Der war zusammen mit anderen Ärzten und Pflegekräften zur Visite gekommen. Sie habe noch etwas Privates mit ihm zu besprechen. Und ob man sich dazu nicht einen Kaffee kommen lassen könne. Der Mediziner verweigerte das gewünschte Gespräch unter vier Augen mit dem Hinweis auf seine Pflichten in den anderen Krankenzimmern. Nach ihrer Entlassung beschwerte die Patientin sich bei der Verwaltungsleitung des Krankenhauses. Andere Ärzte, so schrieb sie, seien deutlich freundlicher und hätten immer ein offenes Ohr.
München – Mit einem Bonus wollen die Vereinigte IKK und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement in Arztpraxen fördern. Die Vereinigte IKK wird so rund 1.000 Praxen, die mit einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem arbeiten, außerbudgetär einmalig 250 Euro zahlen.
Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten sind laut Gesetz bereits seit zwei Jahren dazu verpflichtet, ein Qualitätsmanagement (QM) einzuführen. Das muss bislang jedoch nicht nachgewiesenermaßen zertifiziert sein.
„Unsere Versicherten sollen aber davon profitieren, dass Prozesse und Strukturen in den Praxen überschaubar und auf dem neuesten Stand sind“, erklärt René Wünschmann, Leiter des Bereichs Vertragswesen der Vereinigten IKK.
Förderungswürdige Praxen müssen beispielsweise Prozessbeschreibungen für die Patientenversorgung, -rechte und -sicherheit, die Mitarbeiterorientierung, die Praxisführung und -organisation sowie die Qualitätsentwicklung dokumentieren.
Außerdem sind Patientenbefragungen und das Fehlermanagement, die Kompatibilität zu Qualitätszirkeln und Disease-Management-Programmen (DMP) wichtige Bestandteile eines zertifizierten Systems. Anerkannt werden unter anderem die Qualitätsmanagementsysteme DIN EN ISO 9001:2000, Europäisches Praxisassessment (EPA), Kooperation für Transparenz und Qualität (KTQ®) und Qualität und Entwicklung in Praxen (QEP®).